- klopfensteink
- 6. Mai
- 3 Min. Lesezeit

Vielen Dank. Wir konnten einen erfahrenen Landwirt gewinnen, und der Versuch wird für die nächste Saison vorbereitet.
Feldversuch zur Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln
Für einen praxisnahen Feldversuch im Bereich Kartoffelanbau suche ich einen erfahrenen Landwirt mit geeigneten Flächen und Interesse an mikrobiellen Ansätzen im Pflanzenschutz.
Ziel des Versuchs: Förderung der einheimischen Mikroflora im Boden, um die natürliche Symbiose mit der Kartoffelpflanze zu stärken. Dadurch soll eine robustere Pflanze entstehen, die weniger anfällig für Kraut- und Knollenfäule ist. Begleitend kann die Düngergabe gegebenenfalls leicht reduziert werden, um die Symbiosebildung zu begünstigen.
Anwendung:
Herstellung: einfache Pulver und Wasser 0,5 % Lösung
Ausbringung als Giess- oder Spritzanwendung 1-2 Lt /Quadratmeter
1× monatlich
Hinweis: Mischung enthält Zucker und Milchpulver → gründliches Nachspülen der Düsen erforderlich
Warum ausgerechnet Kartoffeln?
Die Kartoffelpflanze eignet sich gut für Feldstudien zur Pflanzengesundheit, Bodenmikrobiologie und Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, weil sie auf Veränderungen im Anbausystem relativ sensibel reagiert und viele wichtige Wechselwirkungen sichtbar macht.
Hohe Anfälligkeit für Kraut- und Knollenfäule
Die durch Phytophthora infestans verursachte Krankheit zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Krankheiten im Kartoffelanbau. Dadurch lassen sich Unterschiede zwischen verschiedenen Behandlungsstrategien gut beobachten.
Starke Abhängigkeit von der Bodengesundheit
Kartoffeln reagieren empfindlich auf Bodenstruktur, Verdichtung, Nährstoffverfügbarkeit und mikrobielle Aktivität. Veränderungen in der Bodenmikrobiologie können sich direkt auf Wurzelentwicklung, Nährstoffaufnahme und Ertrag auswirken.
Messbare Auswirkungen auf Ertrag und Qualität
Neben dem Ertrag können zahlreiche Qualitätsparameter erfasst werden, beispielsweise Knollenzahl, Knollengrösse, Schalenqualität, Lagerfähigkeit oder Krankheitsbefall.
Hohe wirtschaftliche Bedeutung
Kartoffeln werden weltweit angebaut und haben sowohl im konventionellen als auch im biologischen Landbau eine grosse Bedeutung. Forschungsergebnisse besitzen daher eine hohe praktische Relevanz.
Geeignet zur Untersuchung von Boden-Pflanze-Mikrobiom-Wechselwirkungen
Kartoffeln bilden ein aktives Wurzelsystem mit vielfältigen Wechselwirkungen zu Bodenbakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen. Dadurch eignen sie sich gut als Modellkultur für Untersuchungen zur Förderung der Bodenbiologie.
Auswirkungen mikrobieller Prozesse auf Pflanze und Boden
Im Rahmen der Feldstudie soll untersucht werden, wie sich die Kombination aus einer moderaten Reduktion der Düngergaben und der gezielten Förderung der Bodenmikrobiologie auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Dabei steht nicht allein die quantitative Entwicklung der Blattmasse im Vordergrund, sondern insbesondere die Qualität und Funktionalität der Blattfläche.
Während eine intensive Düngung häufig zu einem überproportionalen Blattwachstum führt, wird erwartet, dass die Förderung mikrobieller Prozesse eine ausgewogenere Pflanzenentwicklung begünstigt. Von besonderem Interesse ist, ob eine physiologisch aktive Blattfläche bei gleichzeitig verbesserter Bestandesstruktur erreicht werden kann. Übermässig grosse Blätter können die Durchlüftung des Bestandes beeinträchtigen, die Abtrocknung nach Niederschlägen verzögern und dadurch das Risiko für pilzliche Erkrankungen erhöhen.
Weiterhin soll untersucht werden, ob die Förderung symbiotischer Beziehungen zwischen Pflanzen und Bodenmikroorganismen zu einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren führt. Dabei wird angenommen, dass eine moderate Reduktion der Düngung in Kombination mit einer verbesserten mikrobiellen Nährstoffmobilisierung die Bildung sekundärer Pflanzenstoffe fördern und somit die Resilienz der Pflanzen stärken kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bewertung möglicher Veränderungen der Bodenstruktur und Bodenfunktion. Untersucht wird, ob die Förderung der Bodenbiologie zu einer verbesserten Bodenaggregation, einer höheren Porosität sowie einer optimierten Wasserinfiltration und Drainage nach Niederschlagsereignissen führt.
Es soll geprüft werden, ob sich die Fähigkeit des Bodens zur Speicherung und Bereitstellung von Nährstoffen verbessert. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Rolle von Mykorrhiza-Pilzen, die durch ihr ausgedehntes Hyphennetzwerk das effektive Wurzelvolumen vergrössern und den Zugang der Pflanzen zu Wasser- und Nährstoffreserven erweitern können.
Kosten
Aktuell sind diese hoch. Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass die "gute Mikroben" nicht mit "Industrieabfallzucker" ernährt werden können. Mit Floraforce möchten wir die aufbauenden Mikroorganismen ernähren. Diese ziehen wiederum die neutralen Mikroben auf ihre Seite, wodurch bei diesen ebenfalls eine aufbauende Funktion entsteht.
In der Welt der Mikroben ist die Rechnung nicht „1 plus 1 gleich 2“, sondern „1 plus 1 ergibt ein Vielfaches“ durch symbiotische und potenzierende Zusammenhänge.

